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Ich bin John Finstra erscheint 2027

John Finstra führt zwei Leben.
Das eine ist aus nackter Wahrheit gewoben.
Das andere aus einer unerbittlichen Lüge.
Und in dem Abgrund dazwischen nistet die absolute Einsamkeit.
Von einem unbestechlichen Gerechtigkeitssinn getrieben, bewegt sich Finstra als stiller Beobachter durch eine verkommene Welt. Er sucht nicht nach Erlösung, sondern nach jenen Tätern, die ungestraft ihre dunkelsten Neigungen ausleben durften. Er ist ihr lautloser Schatten und ihr letzter Richter. Ohne Reue, ohne Vergebung vollstreckt er seine eigenen, eiskalten Gesetze und tilgt die Sünden, die irdische Gerichte nie gesühnt haben.
Doch das Blutgericht fordert seinen Tribut.
Je tiefer Finstra in den schwarzen Teich der menschlichen Natur hinabsteigt, desto unaufhaltsamer holt ihn sein eigener Wahnsinn ein. Die schützenden Mauern, die er akribisch um seinen Verstand gezogen hat, beginnen zu bröckeln.
Seine unantastbare moralische Überlegenheit entpuppt sich als tödliche Illusion.
Er muss sich der quälenden Frage stellen, ob sein unbarmherziger Kreuzzug tatsächlich der Gerechtigkeit dient.
Oder ob er nur ein verzweifelter Versuch ist, den eigenen Sünden zu entkommen.

Ein Psychothriller, der kompromisslos in die finstersten Abgründe der Seele führt.
Eine Geschichte ohne einfache moralische Auswege.
An deren Ende eine vernichtende Erkenntnis wartet.
Wer sich anmaßt, die Monster dieser Welt zu richten, merkt meist zu spät, dass er längst selbst zum Teufel geworden ist.

Taschenbuch ISBN: 978-3-567-04910-1
EBook: 978-3-567-04911-8
240 Seiten
Verlag: tredition
AE Till 2027
Alle Rechte vorbehalten (C)

Die Entstehung von „Ich bin John Finstra“
Die Zeit des Dritten Reiches interessiert mich schon lange. Früh habe ich dazu Bücher von Eugen Kogon, Anna Seghers, Simon Wiesenthal, Erich Maria Remarque oder Frederick Forsyth gelesen. Dabei hat mich immer wieder beschäftigt, wie so viele Täter nach dem Krieg einfach ein neues Leben anfangen konnten. Über die sogenannten Rattenlinien flohen viele von ihnen nach Südamerika oder in den arabischen Raum. Dabei bekamen sie oft Hilfe von der katholischen Kirche. Der österreichische Bischof Alois Hudal besorgte falsche Papiere, um untergetauchten Nazis ihre Flucht nach Südamerika zu ermöglichen. Auch der kroatische Priester Krunoslav Draganovic arbeitete von Italien aus mit dem Roten Kreuz zusammen, um Nazis und Faschisten mit neuen Identitäten auszustatten. Nach ihrer Flucht führten diese oftmals ein bequemes neues Leben und entkamen ihrer gerechten Strafe.
Aus diesen historischen Tatsachen ist die Idee zu meinem Buch über den Nazijäger John Finstra entstanden. Meine Hauptfigur sowie die meisten anderen Figuren sind zwar fiktiv, sie beruhen aber auf tatsächlichen Personen, die ich natürlich unkenntlich gemacht habe. Die Hintergründe der Geschichte sind also echt und genau recherchiert.
Aber gab es Menschen wie den fiktiven John Finstra, den Nazijäger, auch im wirklichen Leben?
Ja.
Der israelische Geheimdienst Mossad suchte weltweit nach untergetauchten Naziverbrechern. Er spürte zum Beispiel im Jahr 1960 Adolf Eichmann in Buenos Aires auf, der dann in Israel hingerichtet wurde. Ein ähnliches Szenario, wenn auch mit einem Einzelgänger als Nazijäger, bildet den Rahmen meines Romans.
Das Schreiben dieses Buches erfordert viel Recherchearbeit, weil die historischen Fakten und Daten stimmen müssen. Dabei tauche ich gedanklich tief in eine sehr bedrückende Zeit ein. Ich versuche, daraus einen spannenden Roman zu konstruieren und gleichzeitig respektvoll mit der echten Geschichte umzugehen. Dabei möchte ich natürlich die Gefühle von Überlebenden und ihren Nachkommen keinesfalls verletzen.
Deshalb ist das Manuskript auch noch nicht fertig. Die Balance zwischen Fakten und Spannung zu finden, dauert viel länger als bei meinen anderen Buchprojekten. Aber ich nehme mir diese Zeit, um die Geschichte in Ruhe und mit der nötigen Sorgfalt abzuschließen. Die Leser sollen am Ende ein spannendes und zugleich den Fakten verpflichtetes Buch zu lesen bekommen.
Ob mir das gelungen ist, wird letztlich das Publikum entscheiden.