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Liebe beginnt leise.
Sie setzt sich neben dich in der Nacht. Sie tröstet dich. Sie verrät dich. In diesen Geschichten gibt es keine Rettung. Nur Körper, die sich finden, und Seelen, Gedanken, die sich dabei verlieren. Worte, die berühren, um gleich darauf zu schneiden. Nähe, die wärmt. Und vielleicht verbrennt. Menschen, die bleiben wollen und gehen müssen. So wie ihre Erinnerungen. Liebe zeigt nicht ihr Versprechen, sondern ihren Preis. Sie ist Abhängigkeit. Ist Denkmal. Ist Wunde. Sie ist das, was bleibt, wenn nichts mehr schützt. Keine Romantik. Nur der Moment, wenn Stille einzieht. Wenn Hände zittern. Wenn man spürt, dass man nicht allein ist. Und doch allein bleibt. Eine Nacht, die man nicht vergisst.
Weil sie weh tut.
Und weil sie wahr ist.

Ein Text über Liebe, Abhängigkeit und die Brüchigkeit dessen, was wir Nähe, was wir Liebe nennen.

Taschenbuch ISBN: 978-3-384-79899-2
EBook: 978-3-384-79901-2
60 Seiten
Verlag: tredition
AE Till 2026 Alle Rechte vorbehalten (C)

Die Entstehung von „Liebe“
Ja.
Das Buch ist traurig. Wobei es mehr eine Kurzgeschichte ist, nicht länger als 60 Seiten. Es ist eigentlich ein langes zusammenhängendes Gedicht, obwohl ich das Wort Gedicht nicht so gern mag. Vielleicht ist das Wort Spiel besser geeignet, denn um etwas in der Art geht es zwischen einer Frau und einem Mann. Die sich einmal liebten. Ich denke, dass haben wir alle schon einmal erlebt, manche auch öfter.
Das Schreiben war und ist ein langer Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Ich bin mit vielen Formulierungen, Wörtern und Sätzen nicht zufrieden, da ich tiefer in die Gedanken der zwei Menschen eindringen möchte, als mir manchmal selbst lieb ist. Aber diese Geschichte wird fertiggeschrieben werden. Und sie wird manchen sehr kitschig, pathetisch erscheinen, doch dann ist das eben so. Den ersten Entwurf habe ich einer lieben Bekannten zu lesen gegeben. Ihre Reaktion hat mich sehr überrascht, denn sie sagte, dass ihr dieses kleine Buch geholfen hat, ihre eigene Lebenssituation zu erkennen und etwas daran zum Besseren zu verändern.
Da bekam ich ein wenig Angst.
Nicht, weil das Buch etwas bei ihr bewirkte, es ihr gefiel, sie darin sich selbst erkannte.
Es war ihre Spiegelung an mich.
Dafür bin ich ihr dankbar.
Ich weiß nicht, ob es für diese Geschichten angebracht ist, beim Lesen viel Spaß und gute Unterhaltung zu wünschen, ich denke eher nicht.
Aber trotzdem.
Es ist nicht immer alles Sonne.
Und das ist auch gut so.